Was ist ein Persönlichkeitstest?

Wer bin ich? Was macht mich aus? Warum sehe ich mich anders, als andere Menschen es tun? Worin liegt meine Stärke? Es gibt zahlreiche Persönlichkeitstest mit denen wir ein besseres Verständnis über uns selbst erlangen können. In Sachen Persönlichkeitstest gibt es große Unterschiede und wir dürfen nicht erwarten, dass der kostenlose Personality Test in einem (Online-)Magazin uns wirklich etwas über uns selbst sagt. Es gibt aber auch Tests, die wissenschaftlich fundierte, validierte und empirisch belegte Ergebnisse liefern. Dazu gehört auch das Reiss Motivation Profile®, das Dir hilft, Dich besser kennenzulernen.

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Definition: Persönlichkeitstest, Persönlichkeit und Charakter

Ein Persönlichkeitstest ist ein (psychologisches) Testverfahren, zur Erfassung von dispositionellen Persönlichkeitseigenschaften. Dispositionelle Eigenschaften sind Eigenschaften, die nicht direkt beobachtbar sind, sondern sich in einem bestimmten Verhalten manifestieren. Persönlichkeitstests sind also Instrumente der Psychologie, mit denen bestimmte Eigenschaften und das Verhalten von Menschen erfasst werden. Kommen Fragebögen zum Einsatz dann sprechen wir auch von sogenannten psychometrischen Tests – es geht also um schriftliche Angaben und nicht um mündliche. Dabei kann es sich sowohl um Leistungstests handeln, aber auch um Persönlichkeitstests.

Persönlichkeitsmerkmale, die durch Genetik, Vererbung und Erziehung geprägt sind, werden durch psychometrische Testverfahren sichtbar gemacht. Durch einen solchen Test erhalten wir weitere Informationen über uns selbst und können damit unser berufliches wie privates Leben im Einklang damit gestalten und die Zufriedenheit, Zusammenarbeit und das Zusammenleben in einem Unternehmen, Team, einer Partnerschaft oder innerhalb der Familie fördern.

Wo wird ein Persönlichkeitstest eingesetzt?

Persönlichkeitstest können in allen Lebensbereichen eingesetzt werden. Ob beruflich, wenn es darum geht, die eigene Karriere zu planen. Im Leadership, im Team, beim Recruiting oder in der Beratung, beim Training und Coaching. Auch im privaten Leben finden Persönlichkeitstest Anwendung: darunter fallen Beziehungen, die Persönlichkeitsentwicklung, Lebensplanung und Sport.

Persönlichkeitstests in Unternehmen

Persönlichkeitstests sind aus der heutigen Berufswelt nicht mehr wegzudenken. Vielen Unternehmen ist es wichtig, die Mitarbeitenden richtig einzuschätzen, weshalb sie bereits bei der engeren Auswahl von Bewerber*innen auf Persönlichkeitstests setzen. Oder wenn darum geht, in Gesprächen oder im Coaching mit den Mitarbeiter*innen Feedback zu geben. Das soll ihnen die Entscheidung erleichtern, ob die Person zur Arbeit, ins Team, und Unternehmen passt. In immer mehr Unternehmen wird erkannt, dass die Persönlichkeit der Ausgangspunkt für modernes Personalmanagement ist. Sie stellen fest, dass die neue Kollegin oder der neue Kollege nicht nur fachlich zur Stelle passen, sondern auch menschlich gut ins Team passen muss. Damit wollen sie ebenfalls emotionale Reibungspunkte von vornherein minimieren. Der Vorteil liegt darin, dass die Mitarbeiter*innen von Beginn an motivierter sind, dass sich nicht nur auf ihre Qualifikation beschränkt sehen, sondern auch ihr Persönlichkeitstyp eine Rolle spielt und sie sich dadurch als Mensch wertgeschätzt fühlen. Ebenso führt eine Passung zwischen Person und Jobprofil am Ende zu besseren Arbeitsleitungen. Entscheidend für den Erfolg ist hierbei eine professionelle Herangehensweise. In einer ausschließlich berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung fehlen die menschlichen Aspekte, weshalb es sich empfiehlt, auf ein Tool zurückzugreifen, mit dem sich die Persönlichkeit tatsächlich erfassen lässt.

Manipulierbarkeit

So gut wie alle Tests, die auf einem Fragebogen aufbauen, sind auch Tests zur eigenen Persönlichkeit manipulierbar und die Auswertung somit verfälscht. Doch an dieser Stelle gilt die Frage: Was bringt es? Meist wird früher oder später deutlich, dass die gelebte Realität nicht zu Ergebnissen passen, die aus dem Persönlichkeitsfragebogen stammen. Damit schneidet man sich in der Regel selbst ins Fleisch. Wer denkt, es sei schlau den Tests mit falschen Antworten zu manipulieren, um sich dadurch zum Beispiel bessere Chancen auf einen Job zu sichern, wird über kurz oder lang feststellen, dass das keine gute Idee ist. Deshalb ist auch beim Ausfüllen der Fragen absolute Ehrlichkeit geboten. Hierzu sei gesagt, dass es kein richtig oder falsch gibt.

Welche Persönlichkeitstests gibt es?

Es gibt unzählige verschiedene Persönlichkeitstest zu den unterschiedlichsten Themen. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings schnell klar, dass diese bis auf wenige Ausnahmen allein der Unterhaltung dienen. Diese wurden entwickelt, um uns zum Lachen zu bringen und sollten daher nicht sonderlich ernst genommen werden. Es gibt aber auch einige Tests, die auf psychologischen Modellen und Theorien basieren und daher wissenschaftlich tatsächlich in der Lage sind, etwas über uns auszusagen.

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Big Five

Sehr bekannt ist der Big Five Persönlichkeitstest, der auch unter dem Namen OCEAN-Modell zu finden ist. Dieses Testverfahren bestimmt fünf grundlegende Dimensionen, die die Charaktereigenschaften eines Menschen beschreiben. Laut dem Big Five Verfahren setzt sich die Persönlichkeit wie folgt zusammen:

  • Offenheit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Extraversion
  • Verträglichkeit
  • Neurotizismus

Die Persönlichkeitsmerkmale finden sich weltweit über alle Kulturen hinweg. Sie gelten als Standardmodell und der Big Five Persönlichkeitstest gehört bis heute zu den am häufigsten durchgeführten Tests.


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Myers Briggs Test (MBTI)

Auch beim Myers-Briggs-Test wird die Persönlichkeit zunächst in verschiedenen Ausgangspunkte eingeteilt. Dabei werden immer zwei Ausprägungen gegenübergestellt.

Introvertiert und Extravertiert (I / E)
Intuitiv und Sensorisch (N / S)
Feeling und Thinking (F / T)
Judging und Perceiving (J / P)

Daraus entstehen insgesamt 16 Persönlichkeitstypen, die jeweils in einer Buchstabenkombination zusammengefasst werden. Der MBTI stützt sich auf die Erkenntnisse des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung und wurde von den Amerikanerinnen Katherine Briggs und Isabel Briggs Myers aufgegriffen und zu einem eigenen Test entwickelt, der der 16 Persönlichkeitstypen beschreibt.


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DISG-Modell

Der US-amerikanische Psychologe William Moulton Marston entwickelte 1928 das DISG-Modell wiederrum ebenfalls auf Basis der Forschung und Carl Gustav Jung. In den 70er-Jahren entstand daraus auch der DISG-Test von John Geier. Im DISG-Verfahren werden vier unterschiedliche Grundsätze von Verhalten unterschieden und farblich aufgeteilt in Rot, Gelb, Grün und Blau. Das Zusammenspiel dieser macht den Charakter aus und zeigt dessen Stärke sowie Schwäche.  

Rot steht für den dominanten Typ, der schnell Entscheidungen trifft und umsetzt. Er gilt als zielstrebig, wettbewerbsfreudig und ist meist bekannt dafür, eigene Regeln aufzustellen. Teilweise wird er auch als aggressiv und rücksichtslos beschrieben.

Gelb ist der initiative Typ. Er gilt als sozial und knüpft gerne Kontakte. Auch spricht er über seine Gefühle, ist kreativ und verbindet Menschen. Sehr gerne ist im Mittelpunkt und wird ebenfalls häufig als unordentlich bis chaotisch beschrieben.

Grün ist ein stetiger Typ, der Routinen und Harmonie schätzt. Er ist ein guter Zuhörer und sorgt sich um andere. Veränderungen oder größere Entscheidungen fallen ihm schwer.

Blau beschreibt den gewissenhaften Typ. Er ist sehr zuverlässig, denkt die Dinge zu Ende und lässt dabei kein Detail außer Acht. Er stellt einen hohen Anspruch an sich selbst und geht stets systematisch vor. Oft wird er allerdings auch als Perfektionist wahrgenommen.


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Das Reiss Motivation Profile® – RMP

Von den vielen Listen grundlegender Motive und Absichten in der Psychologie unterscheiden sich die 16 Lebensmotive, weil sie auf einer breiten empirischen Grundlage und der Untersuchung von tausenden Personen beruhen. Viele andere Ansätze basieren fast ausnahmslos auf reiner Introspektion.

Die 16 Lebensmotive wurden streng empirisch ermittelt: Sie basieren auf den faktorenanalytischen Auswertungen von sieben Studien mit insgesamt 2.548 Versuchspersonen und konnten in zwei Folgestudien mit 512 und 522 japanischen Versuchspersonen auch kulturübergreifend bestätigt werden.

Im Unterschied zu vielen anderen Persönlichkeitstests erfasst das Reiss Motivation Profile® die komplette Motiv-, Antriebs- und Wertestruktur eines Menschen. Die 16 Lebensmotive sind voneinander unabhängige Dimensionen, die einen hohen Erklärungswert in Bezug auf menschliches Verhalten aufweisen und auch eine hohe Vorhersagbarkeit von Verhalten besitzen. Die verschiedenen Lebensmotive sind bei jedem in einer ihm eigenen Art und Weise kombiniert und stärker oder geringer ausgeprägt. Es wird somit der Individualität des Menschen Rechnung getragen und nicht versucht, Personen diesen Typologien zuzuordnen.


Empirische Grundlagen des Reiss Motivation Profile®

Von den vielen Listen grundlegender Motive und Absichten in der Psychologie unterscheiden sich die 16 Lebensmotive, weil sie auf einer breiten empirischen Grundlage und der Untersuchung von tausenden Menschen beruhen. Viele andere Ansätze basieren fast ausnahmslos auf reiner Introspektion – wie bei Platon, Beobachtungen von Tierverhalten – wie bei James und McDougall oder theoretisch-tiefenpsychologischen Ansätzen – wie bei Murray.

Die 16 Lebensmotive wurden dagegen streng empirisch ermittelt: Sie basieren auf den faktorenanalytischen Auswertungen von sieben Studien mit insgesamt 2548 Versuchspersonen und konnten in zwei Folgestudien mit 512 und 522 japanischen Versuchspersonen auch kulturübergreifend bestätigt werden. Insgesamt zeigen alle Faktorenanalysen eine reliable und valide Faktorenstruktur.

Gütekriterien der einzelnen Lebensmotive

Konkret werden hier die folgenden Kriterien betrachtet:

  • vierwöchige Retest-Reliabilität: Prüfung ob eine Wiederholung der Messung bei Konstanz der zu messenden Eigenschaften gleiche Messwerte liefert
  • interne Konsistenz: Eine Skala ist intern konsistent, wenn die Antworten auf die verschiedenen Items der Skala gut zusammenpassen und hoch korrelieren
  • Faktorenvalidität
  • Konvergenzvalidität: Eine Form der Gültigkeit aus der Übereinstimmung (Konvergenz) eines Maßes (Reiss Motivation Profile®) mit einem anderen Maß (PRF-Skala), dessen Validität bereits überprüft wurde.
  • Kriteriumsvalidität: Messung der Übereinstimmung zwischen den Testergebnissen und einem oder mehreren beobachtbaren Außenkriterien

Normen

Renormierung 2022, mit Sample von 135.807 Testpersonen aus 159 Ländern

Die ursprünglichen Normen des RMP aus dem Jahr 2007 umfassten ca. 7.800 Befragte und basierten auf einem universellen Satz von Daten, die für beide Geschlechter sowie alle Länder und Altersgruppen standardisiert waren. Eine 2012 abgeschlossene Renormierung über etwa 45.000 Befragte unterstützte weiterhin die Verwendung eines universellen Satzes von Daten. Im Jahr 2017 ergab eine zweite Renormierung auf der Grundlage von ca. 80.000 Daten, signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei fünf Lebensmotiven, was in der Folge zur Implementierung von Geschlechternormen führte. Es wurden auch separate Ländernormen für jene Länder entwickelt, die über ausreichende Daten verfügten, um statistisch gültige Vergleiche zu ermöglichen.

Die aktuelle statistische Analyse befasste sich mit vier Themen:

Wir haben die Notwendigkeit getrennter Geschlechternormen und getrennter Ländernormen erneut untersucht. Wir untersuchten erneut, ob die RMP-Werte systematisch mit dem Alter der Befragten variieren, und untersuchten mögliche Motivationsunterschiede zwischen den Generationen.

Die deskriptive Gesamtanalyse erbrachte den Nachweis, dass:

  • Männer und Frauen sich weiterhin signifikant in denselben fünf zuvor identifizierten Lebensmotiven unterscheiden,
  • Testteilnehmer*innen aus verschiedenen Ländern sich nach wie vor in der Bedeutung einiger Motive unterscheiden
  • RMP-Werte nicht mit dem Alter korrelieren
  • die Durchschnittswerte und die Varianz für die Lebensmotive quer durch alle Generationen mit Ausnahme der Generation Z ziemlich konstant sind.

Die aktuellen Daten unterstützen nicht nur weiterhin die Verwendung getrennter Geschlechter- und Ländernormen, sondern bestätigen auch erneut, dass getrennte Altersnormen nicht notwendig sind. Darüber hinaus weisen die aktuellen Daten auf die Notwendigkeit separater Normen für die Generation Z hin.

Download PDF: Die 2022 Renormierung des Reiss Motivation Profile®​​​​​​​

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Mit dem Reiss Motivation Profile® online die eigene Persönlichkeit erkennen und verstehen lernen


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Im Reiss Motivation Profile® werden die 16 Lebensmotive beleuchtet, die unser Leben bestimmen. Sie sind in jedem von uns tief verwurzelt und geben Aufschluss darüber, was uns im Innersten antreibt und motiviert.

  • Wer bin ich?
  • Was zeichnet meine Persönlichkeit aus?
  • Warum bin ich, wie ich bin?
  • Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so?
  • Warum ist mir manches so wichtig, anderes nicht?

Finde heraus, wer Du bist – mit dem Reiss Motivation Profile®

Kaufe das Reiss Motivation Profile®, und beantworte die 128 Fragen direkt im Online-Fragebogen. Eine individuelle Auswertung deines Profils hilft Dir beim Entdecken und Reflektieren Deiner Lebensmotive.

  • Das Reiss Motivation Profile® ist eine wissenschaftlich fundierte Methode.
  • Finde heraus, wer Du bist und was Dich antreibt.
  • Triff auf Basis Deiner intrinsischen Motivation bessere Entscheidungen.
  • Lerne Dich besser kennen und lebe dadurch Deine Individualität.
  • Erreiche und erhöhe die Passung zu anderen Menschen und Deinem Umfeld.

Reiss Motivation Profile®

Das Reiss Motivation Profile® – Wage mit diesem Persönlichkeitstest den Blick unter die Oberfläche menschlicher Verhaltensmuster.


Was ist intrinsiche Motivation?

Die intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen.


Reiss Motivation Profile® Test machen

Das Reiss Motivation Profile® ist ein Testinstrument zur Erfassung der menschlichen Motivation. Mache jetzt den Persönlichkeitstest.