Leadership Personality – Praxisbeispiel || DREI

Letzte Woche berichteten wir von Amina und ihren Herausforderungen. Und Du erfuhrst, wie es mit Lars weiterging. Heute stellen wir Dir Eymen vor. Auch er ist als Führungskraft für eine Organisation tätig und hat seine eigenen Hürden zu bewältigen. Gerne laden wir Dich erneut dazu ein, darüber nachzudenken, wie Du mit Eymen arbeiten würdest. Und erfahre, wie es bei Amina weiterging.

· 4 Min Lesezeit

Die Kernfrage, die uns in dieser Blogserie beschäftigt, ist:

  1. Kann man Führung lernen?
  2. Wenn ja, wie viel davon?
  3. Und wo liegen genau die Grenzen?

Dies ist Eymen – sein Status Quo …

Eymen ist Mitte 30 und leitet ein junges Kreativunternehmen in der IT-Branche. Er kommt ins Coaching, weil ihm „alles zu viel ist“. Das Unternehmen ist höchst erfolgreich und die 15 MitarbeiterInnen sind hauptsächlich im Bereich des Webdesigns tätig. Eymen möchte trotzdem nicht mehr. Die MitarbeiterInnen und deren Anliegen sind ihm eine quälende Last, er hatte sich die Selbständigkeit anders vorgestellt. Zuvor war er selbst ein ausgezeichneter Webdesigner und jetzt kommt er kaum noch dazu, für Kunden zu arbeiten, weil immer irgendeiner aus dem Team ihn beschäftigt, er Kundengespräche zu führen hat oder Aufträge akquirieren muss. Eymen hat einen Partner in der Geschäftsführung, der für die Finanzen und das Admin-Team zuständig ist, denn da – so Eymen – sei er selbst ganz schlecht und viel zu chaotisch. Das Unternehmen sei auf eine kritische Größe angewachsen, er schaffe das alles nicht mehr, alles sei so aussichtslos, er sitze jeden Tag endlos im Büro … So habe er sich sein Leben nicht vorgestellt!

Am Wochenende ist er derart müde, dass er kaum aus dem Bett kommt und eigentlich nur den ganzen Tag fernsieht. Er hätte außerdem gerne eine dauerhafte Partnerschaft, habe aber kaum Gelegenheiten, eine passende Partnerin kennen zu lernen, weil er nicht mehr ausgehen kann. Manchmal träumt er davon, alles zu verkaufen und sich in einer Hängematte in der Karibik dauerhaft einzurichten.

Eymens` Herausforderungen

Eymen leidet an seiner Führungsverantwortung. Seine Idee ist: Mitarbeiterworkshops mit externen Beratern durchführen und so die MitarbeiterInnen in die Selbstverantwortung führen. Aber eigentlich will er nichts wie weg. So startete das Coaching ...

Eymen ist ein sympathischer, ehrlicher offener junger Mann - doch Eymen haben die MitarbeiterInnen und ihre Probleme nie wirklich interessiert. Er liebt sie alle, er möchte, dass es ihnen gut geht, aber er möchte nicht involviert werden und sieht sich schon gar nicht für deren Problemlösung verantwortlich. Er ist kreativ, technisch versiert, unglaublich innovativ und ein helles Köpfchen, aber ...

Eymens Reiss Motivation Profile®:

Kann Eymen diese Herausforderung schaffen?

Wie ging es mit Amina weiter?

Amina erzählte, dass bei den älteren Mitarbeitern „Hopfen und Malz verloren sei“ wie man so schön sagt. Es sei sinnlos, mit denen zu arbeiten. Sie hatte durch die Brille ihrer Persönlichkeit geschaut (hohe Macht, geringe Ruhe, geringe Anerkennung, geringe Ordnung) und das Verhalten der „älteren“ frustrierten MitarbeiterInnen als faul und unwillig interpretiert.

In unserem Coaching lernte Amina, dass Menschen mit einem höheren Anerkennungs- und Ordnungswert oft gefangen sind in einer Sackgasse der Frustration und des Nicht-Vermögens, ihre Situation zu verändern.

Richtig „Klick“ machte es bei Amina, als sie in einer Sitzung ihren schwierigsten Mitarbeiter schilderte: „Der ist so, wie ich keinen Menschen kenne, der hat definitiv nichts Liebenswürdiges an sich.“ Daher schlug ich Amina ein Experiment vor: Behandle ihn beim Zielvereinbarungsgespräch wie Deinen Besten und achte darauf, was passiert. Nach anfänglichem Zögern nahm sie die Aufgabe sportlich an und erlebte ihr persönliches Wunder – ein wirklich gutes Gespräch mit einem Mitarbeiter, in dessen Landkarte Enttäuschung, Trauer und Wut zu destruktivem Verhalten geführt hatten.

Aber das Wunder war noch ein anderes: Das Wunder des Verstehens! Amina hatte verstanden, was dazu geführt hatte, dass sich ein gar nicht einmal unambitionierter Mensch so entwickelt hat. Amina konnte noch etwas anderes in ihm erkennen als den bösen Schuft, dessen Ziel es ist, ihr das Leben schwer zu machen. Für Amina war das der Durchbruch. Sie ist eine ausgezeichnete Führungskraft geworden, die heute bereits 2 Stufen höher sitzt als damals.

In unserem nächsten Blog gehen wir auf den ersten Teil der Theorie ein und berichten Dir, wie es mit Eymen weitergegangen ist. Wie würdest Du mit Eymen arbeiten? Wie glaubst Du, geht es weiter mit ihm?

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Was ist intrinsiche Motivation?

Die intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen.


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